Umbau: Köf II Zahnradwechsel

Einer der üblichen Verdächtigen für einen Ritzelriss ist die Köf II von Arnold. Wir stellen hier kurz vor, wie wir diese Zahnräder wechseln.

Als erstes legen wir uns wie immer alles bereit, was wir für den Umbau benötigen.

  • Unsere Köf
  • 2-4 Zahnräder von KH-Modellbahnbau
  • Schlitzschraubenzieher (1,5 x 4,00 mm)
  • Pinzette
  • Uhrmacher-Stiftaustreiber (Alternativ sehr dünner Schraubenzieher)
  • Lokliege
  • Anpress-Werkzeug (Bei uns ein modifiziertes Radsatzrichtgerät von Fuhrmann-Werkzeuge, jeder Schraubstock ist dafür jedoch geeignet.)
  • Bohrfutter (z.B. von Proxxon)
Das wird benötigt

Zerlegen

Das Zerlegen der Lok ist schnell erledigt. Auf der Unterseite werden zwei Schrauben gelöst und das Gehäuse lässt sich abnehmen. Der Motor wird nur durch das Gehäuse gehalten und lässt sich ebenfalls sofort abnehmen. Der Stromabnehmer sollte mit einem kleinen Schraubenzieher nach oben herausgehebelt werden.

Der Achshalter ist von oben durch Rastnasen gesichert. Mit sanften Druck lässt sich die Rastnase lösen und der Achshalter ist frei. Die Achsen lassen sich nun einfach entfernen.

Alte Zahnräder entfernen

Mit dem Stiftaustreiber können Sie die Radscheiben mit sanften Druck lösen. Bei den meisten Modellen der Köf sitzen die Radscheiben so locker auf, dass Sie diese auch nur mit dem Finger abziehen können.

Die gerissenen Zahnräder kommen Ihnen meistens von ganz alleine entgegen.

Neue Zahnräder aufpressen

Was sich für das Aufpressen bei uns äußerst bewährt hat, sind Bohrfutter. In unserem Fall von Proxxon. Suchen Sie sich eine Größe, die genau zum Durchmesser der Achse passt. Je geringer der Spielraum zum Wackeln, desto niedriger die Wahrscheinlichkeit, dass das Zahnrad schief aufgezogen wird.

Zentrieren Sie das Zahnrad auf dem Bohrfutter, so dass die Achse beim Aufpressen genau in die Aufnahme des Bohrfutters führt. Hier ist etwas Geschick gefragt, alles genau auszurichten. Es empfiehlt sich, das Aufpressen in der Vertikalen durchzuführen, da hier ein genaueres Ausrichten möglich ist.

Justieren und einbauen.

Das Zahnrad ist ungefähr an der richtigen Position. Nach dem ersten Einlegen ist aber noch ein bisschen was zu tun. Das genaue Ausrichten erfolgt wieder mit Hilfe der Bohrfutter.

Idealerweise haben Sie einen fertigen Radsatz und können diesen zum Maß nehmen verwenden.

Anschließend drücken sie die Radscheiben auf die Achsen auf. Eine Spurmaßlehre hilft beim korrekten Ausrichten der Radscheiben.

Optional: Weitere Zahnräder tauschen

Wenn die Lok eh offen liegt, ist es möglich, auch zwei weitere Getriebezahnräder zu tauschen.

Mit dem Stiftaustreiber schieben Sie einfach die zwei Achsen der kleinen Zahnräder raus. Die Zahnräder fallen heraus. Auch diese Zahnräder ersetzten Sie mit den gleichen KH-Modellbahnbau-Zahnrädern. Das Einfädeln ist etwas kniffelig, aber geht mit einer ruhigen Hand schnell von statten.

Zusammenbau

Nachdem alle Zahnräder ausgetauscht sind, pressen Sie den Achshalter vorsichtig von unten auf. Der Einbau des Achsschleifers kann bereits vorher erfolgen. In jedem Fall müssen die Stromabnehmerbleche ordentlich hinter den Achsen platziert sein. Zum Schluss wird der Motor wieder korrekt eingesetzt und das Gehäuse von unten verschraubt – fertig.

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